Kurse

Um euch die Auswahl des geeigneten Kurses etwas leichter zu machen, haben wir uns an einer (vereinfachenden) Beschreibung der verschiedenen Stilrichtungen und Kursangebote versucht. Im Zweifelsfall ruft uns an oder kommt vorbei und lasst euch beraten oder probiert euch einfach durch unser Kursangebot durch…

Bei uns könnt ihr feste über 8, 9 oder 10 Wochen laufende Kurse für Einsteiger oder Fortgeschrittene besuchen, die den Erfordernissen der gesetzlichen Krankenkassen entsprechen – sog. Präventionskurse – und damit von den meisten Kassen zu einem großen Teil bezahlt werden (die meisten gesetzlichen Kassen erstatten um die 80% der gezahlten Kursgebühr von einem festen Kurs pro Jahr, wenn ihr an mindestens 80 % der Kursstunden anwesend wart).

Wer regelmäßig Yoga übt, wird sich eher in unserem offenen Kurssystem bewegen, dass auf der Basis von 3er und 10er Karten oder der Mitgliedschaft besucht werden kann. Ihr könnt auch erst einmal eine Probestunde machen oder Stunden auch einzeln bezahlen.

Für die offenen Stunden müsst ihr euch nicht anmelden, für Präventionskurse ist eine Anmeldung erforderlich! Die Termine für die nächsten Kurse findet ihr auf der Seite Präventionskurse.

Eigentlich ist jegliches Bewegungstraining, das auf den vielen Jahrtausende alten yogischen Überlieferungen beruht Hatha-Yoga. Über die Jahrzehnte haben sich daraus verschiedene Stilrichtungen entwickelt, die teilweise unter verschiedenen Namen bekannt geworden sind. Die Kurse, die bei Shiva-Yoga als ‚Hatha Yoga‘ Kurse bezeichnet werden, unterscheiden sich auch von Lehrer zu Lehrer. Die meisten Hatha-Yoga Kurse beinhalten eine Anfangsentspannung, eine dynamische Bewegungssequenz, die sich Sonnengruß nennt und u.a. bezweckt, den Körper für die folgenden Körperübungen aufzuwärmen, dehnende und kräftigende Körperübungen (Asanas) und eine Endentspannung. Einige der Kurse beinhalten auch Atem- und kleinere Meditationsübungen.

Der Ashtanga Yoga ist ein sehr dynamischer Yoga, für dessen Ausführung ein gewisses Maß an körperlicher Kraft, Flexibilität und Ausdauer erforderlich ist. Durch fließende Bewegungen, die mit der Atmung koordiniert werden und den immer gleichen Ablauf der Stunden, fällt es leicht, alles außerhalb der Yogapraxis für neunzig Minuten zu vergessen.

Vinyasa Yoga zeichnet sich ebenfalls durch ineinander fließende Bewegungsabläufe aus, die mit der Atmung koordiniert werden und eine ganz besondere Ästhetik haben, die Stunden sind aber etwas abwechslungsreicher, da der Unterrichtende nicht auf eine bestimmte Abfolge von Übungen festgelegt ist.

Iyengar Yoga ist ein eher langsamer und sehr genauer Yoga-Stil, bei dem viel mit Hilfsmitteln gearbeitet wird. Im Gegensatz zum Yin Yoga werden beim Iyengar Yoga aber nicht alle Haltungen passiv mit der Schwerkraft eingenommen, sondern auch (Yang) viele Haltungen mit Muskelkraft eingenommen. Es werden zB viele Standhaltungen praktiziert. Man spürt ein paar Tage danach Muskeln, von denen man nicht wusste, dass man sie hat 🙂 Der Stil spart an Entspannungsphasen, Atemübungen und Meditation und fließende Sequenzen wie der Sonnengruß werden in der Regel ebenso wenig praktiziert .

Yin Yoga ist ein ruhiger, sehr entspannender Yogastil. Die einzelnen Übungen werden überwiegend im Sitzen oder Liegen ausgeführt. Der Fokus liegt auf dem tieferen Bindegewebe, insbesondere Gelenkkapseln und  Faszien. Im Yin Yoga werden die Asanas nicht mit Muskelkraft, sondern passiv mit der Schwerkraft und Hilfsmitteln wie Bolstern, Klötzen, Decken und Kissen eingenommen und länger gehalten. Dadurch können Verklebungen in den Faszien sowie Energieblockaden gelöst und unsere Gelenke besser „geschmiert“ werden, das ganze Gewebe wird besser durchfeuchtet und unterschwellige Spannungen lösen sich. Yin Yoga kann auch einen wunderbaren Ausgleich zu den aktiven (Yang) Yoga-Formen sowie Ausdauer- und Leistungssport leisten .

Der Jivamukti Yoga ist vor Jahren von der Tänzerin Sharon Gannon und ihrem Lebensgefährten David Life entwickelt worden und hat viel Ähnlichkeit mit dem Vinyasa Yoga. Es wird viel Wert auf fließende Übergänge gelegt und ist ein erwärmender, fordernder Yogastil. Ergänzt wird die Körperarbeit durch Ausflüge in die Philosophie – dabei gibt es immer ein bestimmtes Thema für eine Stunde – und es werden Mantras gesungen.

Diese Spielarten des Hatha-Yoga sind in der Regel recht anstrengend und zeichnen sich durch fließendere Übergänge zwischen den Asanas aus. Der Sonnengruß steht im Zentrum des Geschehens und wird mit fordernden Varianten veredelt. Im Anschluß an den Sonnengruß werden in diesen beiden Kursen auch immer mal schwierigere Asanas geübt, die sehr fachkundig angeleitet werden.

Der Feel Good Yoga ist ein Kurs, bei dem das Entspannen wichtiger genommen wird, als Kraftaufbau und Herz-Kreislauf Training. Unter Einsatz von Hilfsmitteln, wie Bolstern, werden verschiedene restaurative Asanas eingenommen und auch länger gehalten. Der Feel Good Yoga ähnelt dem Yin Yoga, es werden aber auch ein paar kräftigende und mobilisierende Übungen praktiziert. Aktive Entspannungsübungen und tiefe Atmung runden das Programm ab.

Der Kurs „Asanas mit Mantras“ verbindet den Hatha-Yoga, den vornehmlich körperorientierten Yoga, mit dem Nada Yoga, dem Yoga des Klangs. Die Körperhaltungen (Asanas) werden begleitet von Mantra-Gesang und verschiedenen Instrumenten wie Gitarre, Harmonium oder Vibraphon. Auch die Arbeit mit Mantra-Rezitation in Meditationen und Atemübungen sowie das gemeinsame Singen nehmen großen Raum ein. Das Wort „Mantra“ stammt aus dem Sanskrit und setzt sich aus den Silben „man“ („denken“) und „trat“ („beschützen, befreien“) zusammen. Ein Mantra ist ein Werkzeug, mit dem wir unser Denken aus seinen Verhaftungen und starren Mustern befreien, den Geist im Hier und Jetzt halten und uns mit dem Absoluten und seinen verschiedenen Energieaspekten verbinden können. Ein passend zur Asana gewähltes Mantra lenkt den Geist auf die spirituellen Aspekte der Körperhaltung und hilft uns, ihre geistige und energetische Wirkung noch intensiver zu erfahren – ob in passiven, statischen Stellungen, die lange gehalten werden, oder in dynamischen Bewegungssequenzen wie dem Sonnengruß. Das gemeinsame Mantra-Singen bringt Freude, öffnet das Herz und unterstützt uns dabei, Hingabe und Demut zu entwickeln und uns mit anderen zu verbinden.

Gerade in der Schwangerschaft tut es gut, mit Yoga zu entspannen und Kraft für die Geburt und das Leben mit dem Baby zu tanken. Im Yoga für Schwangere lernt ihr verschiedene Meditations- und  Atemtechniken kennen, praktiziert Durchhalteübungen für die Wehen und spezielle Asanas angepasst an die Erfordernisse der Schwangerschaft und Bedürfnisse von Schwangeren. Euer Rücken wird gestärkt, Verspannungen mit sanften mobilisierenden Übungen gelöst. Die Kurse vermitteln ein besseres Körpergefühl und Methoden, um mit den üblichen Schwangerschaftsbeschwerden besser umgehen zu können. Im Rückbildungsyoga – mit oder ohne Baby – wird sanft die Muskulatur von Bauch, Rücken und Hüften wieder aufgebaut, der Beckenboden gestärkt und durch Entspannungsübungen und Atemtraining Stress abgebaut.

In den Rückenkursen von Shiva-Yoga wird insbesondere die Muskulatur an Rücken, Bauch und Beinen aufgebaut und gedehnt sowie die Muskulatur des Rückens und Schulter/Nackenbereichs gelockert. Die Psoas-Muskeln (Hüftbeuger) werden gedehnt (was für einen gesunden Rücken unerlässlich ist) und die Hüften sanft geöffnet. Durch gezieltes Atemtraining sowie Meditations- und Entspannungsübungen lernt ihr, besser mit dem täglichen Stress umzugehen.

Moderne wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass regelmäßige Meditation geeignet ist, Stress abzubauen, positives Denken und die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und sich mit sich selbst wohler zu fühlen. Die Meditation gilt als die Königsdisziplin des Yoga. In unseren offenen Stunden am Sonntag und Montag sowie in in der Form von Meditationssworkshops werden verschiedene Meditationsformen vorgestellt und geübt

In dem Kurs ‚Yoga für Senioren‘ wird dem Alter der Teilnehmer entsprechend der Körper ein wenig sanfter gekräftigt und gedehnt als in anderen Yogakursen. Das richtige Atmen wird geübt. Gerade für Senioren hat Yoga einen unschätzbaren Wert – die Mobilität des sich durch den zunehmenden Wasserverlust langsam versteifenden Körpers bleibt länger erhalten und Muskulatur wird aufgebaut, die notwendig ist, um die Gelenke zu schonen und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Wechselnde Workshops und Seminare zu den theoretischen und praktischen Aspekten des Yoga ergänzen das Programm von Shiva-Yoga. Informationen dazu werden regelmäßig über diese Internet Seite sowie im Studio bekannt gegeben.

Atemtraining, Entspannungsübungen und kleinere Konzentrations- und Meditationsübungen sind integraler Bestandteil verschiedener Kurse von Shiva-Yoga. Manche Stunden werden mit dem rituellen dreimaligen Wiederholen des Mantras ‘Om’ begonnen und beendet.